Kritz

In der Tschechei wurde Kritz schon vor dem Zweiten Weltkrieg gespielt. Kritz heisst soviel wie «kritzeln», also malen oder zeichnen. Die Mädchen — manchmal spielen auch Jungen mit — zeichnen ihr Hüpfmuster mit Kreide oder Kohle auf den Bürgersteig. Ein Stückchen Porzellan oder Glas dient als Steinchen. 

Bei Kritz gibt es zehn Felder, das Spiel kann daher recht lange dauern. Wenn du alle zehn Felder fehlerfrei durchhüpft hast, musst du das Steinchen immer noch in das "raj" werfen. Wenn das Steinchen dann im Feld "beklo" landet bist du draussen.

 

Spielregeln

  1. Wirf das Steinchen in Feld 1.
  2. Hüpfe in Feld 1, hebe das Steinchen auf, und hüpfe zurück.
  3. Wirf dein Steinchen in Feld 2
  4. Hüpfe in Feld 1, dann in Feld 2. Hebe das Steinchen auf, hüpfe zurück in Feld 1 und dann hinaus.
  5. Wirf so das Steinchen in ein Feld nach dem anderen. Hüpfe jeweils bis zum Feld mit dem Steinchen, hebe es auf, drehe dich um, hüpfe wieder zurück. 
  6. Wenn du in alle zehn Felder gehüpft bist, wirfst du dein Steinchen ins Feld "rai".

Es darf nicht im Feld "beklo" landen, sonst musst du wieder ganz von vorn beginnen!

Wer zuerst das ganze Muster einschliesslich das Feldes "raj" abgehüpft hat, gewinnt.